Tjaa das ist eine sehr gute Frage!
Also ich gebe euch mal kurz einen kleinen Überblick über die wichtigsten Termine.
Die namibische Klausurphase endet am 15. Juni.
2 Wochen lang fahren wir dann mit nem 4x4 mit Dachzelten durch Namibia und schauen wohin uns die Straße führt. Wichtige Anlaufpunkte sind auf jeden Fall die Etoshapfanne und der Fishrivercanyon und alles was dazwischen liegt.
Dann haben wir wieder 2 Wochen an denen wir hier rumhängen und lernen denn 14 Juli beginnen die Vorterminsklausuren der Uni Duisburg-Essen und wir hoffen, dass wir die hier dann wieder schreiben können.
Am 31 Juli endet dann unser Visum, das heißt wir drücken meinen Eltern (die dann grade glücklicherweise hier sind) alles in die Hand was wir nicht gebrauchen können (Uni zeugs, Macbooks etc) und verlassen das Land in Richtung Südafrika.
Dann kommt erstmal lange Zeit nichts, bis wir (spätestens) am zweiten Septemberwochenende wieder in Deutschland sein sollten um uns auf die Nachterminsklausuren vorzubereiten.
Verrückter Zeitplan oder?
In dem etwa einen Monat den wir dann durch die Gegend reisen können haben wir eigentlich nur einen einzigen wichtigen Termin. Das Xefinia Beach HAT Ultimate Frisbee Turnier auf einer kleinen Insel im Indischen Ozean.
Problematisch ist nur wir kennen nur Leute die das in den letzten Jahren organisiert haben und niemanden für dieses Jahr und sowieso weiß noch keiner wann das wird aber wir lassen das einfach mal auf uns zukommen.
Falls ihr irgendwelche Tips habt, was wir bereisen solllten (abgesehen von Namibia und Botswana, die Länder haben wir dann schon abgehakt) dann immer ran! Wir sind für jeden Tipp dankbar!
der Jens
blupp
blupp
Montag, 12. März 2012
Freitag, 9. März 2012
Im Süden nichts neues
Ich kämpfe hier mal kurz gegen die schlechter werdenden Statistiken unseres Blogs.
Was soll ich sagen, hier kehrt solangsam Alltag ein. Man gewöhnt sich an die vielen Afrikaner die hier überall rumlaufen und dass man als Weißer ein wenig verarscht wird wenn man Kapana Essen geht (ihr wisstn schon, frisch gegrilltes Rindfleisch direkt vom Grill futtern) und dass alles im Straßenverkehr andersrum ist.
Wir hängen ziemlich viel vor den Rechnern und lernen, Klausuren aus Deutschland + Namibische Veranstaltungen + Bachelorprojekt haut vom Workload schon ordentlich rein also mit den ganzen Tag am Pool rumhängen ist nix.
Kevin wollte eigentlich noch was über die Clubs bloggen die wir inzwischen ausgecheckt haben aber man kann sagen was man will, der geilste Laden ist natürlich wieder die kleine und stickige Fashionbar mit der Mordsstimmung.
Das Projekt Ultimate Frisbee Namibia stagniert hier grade ein bisschen, irgendwie interessiert die Afrikaner das nicht so richtig, also müssen wir wohl nochmal etwas agressivere Werbung machen. Der SRC (Asta) meinte es ist ne gute Idee sich einfach auf dem Campus zu stellen und ne Stunde lang hin und her zu werfen und hoffen dass es möglichst viele Leute interessiert ... als wenn wir nicht schon genug auffallen würden xD
Ich hab grade übrigens dieses Kony 2012 Video geguckt (das runterladen hat grade mal 3 Stunden gedauert^^) und ich finds echt cool. Ist ja allgemein bekannt dass ich nen Social Media Opfer bin und dieses Video zielt ja wirklich auf die Netzeffekte ab. Ich weiß weder was ich von dem Macher, noch von der Organisation halten soll aber es ist ein ernstes Thema und schaden kann es nicht.
Was soll ich sagen, hier kehrt solangsam Alltag ein. Man gewöhnt sich an die vielen Afrikaner die hier überall rumlaufen und dass man als Weißer ein wenig verarscht wird wenn man Kapana Essen geht (ihr wisstn schon, frisch gegrilltes Rindfleisch direkt vom Grill futtern) und dass alles im Straßenverkehr andersrum ist.
Wir hängen ziemlich viel vor den Rechnern und lernen, Klausuren aus Deutschland + Namibische Veranstaltungen + Bachelorprojekt haut vom Workload schon ordentlich rein also mit den ganzen Tag am Pool rumhängen ist nix.
Kevin wollte eigentlich noch was über die Clubs bloggen die wir inzwischen ausgecheckt haben aber man kann sagen was man will, der geilste Laden ist natürlich wieder die kleine und stickige Fashionbar mit der Mordsstimmung.
Das Projekt Ultimate Frisbee Namibia stagniert hier grade ein bisschen, irgendwie interessiert die Afrikaner das nicht so richtig, also müssen wir wohl nochmal etwas agressivere Werbung machen. Der SRC (Asta) meinte es ist ne gute Idee sich einfach auf dem Campus zu stellen und ne Stunde lang hin und her zu werfen und hoffen dass es möglichst viele Leute interessiert ... als wenn wir nicht schon genug auffallen würden xD
Ich hab grade übrigens dieses Kony 2012 Video geguckt (das runterladen hat grade mal 3 Stunden gedauert^^) und ich finds echt cool. Ist ja allgemein bekannt dass ich nen Social Media Opfer bin und dieses Video zielt ja wirklich auf die Netzeffekte ab. Ich weiß weder was ich von dem Macher, noch von der Organisation halten soll aber es ist ein ernstes Thema und schaden kann es nicht.
Tja was gibt es sonst noch zu erzählen? Wir werden von gelegentlichen Lagerkollern überrascht - nur ums danach wieder gut zu verstehen, es hat seit 3 Tage nichtmehr geregnet (heißt das die Regenzeit ist vorbei?) und das obwohl es den ganzen letzten Monat einmal am Tag geregnet hat.
Hab ich erwähnt, dass ich jetztschon auf Englisch schlafwandel? Tanja findet das ziemlich amüsant - ich eher nicht xD
Wir haben übrigens eine ziemlich coole Kostenaufstellungsmatrix und die hat uns gesagt - wir leben von etwa 100 € im Monat nur für Essen und Getränke ... Bier logischerweise nicht mit einbezogen xD
Das liegt aber daran, dass wir uns voll auf billige Namibische Produkte eingestellt haben und versuchen so billig wie möglich hier zu leben. Grade Milchprodukte und deutsche Sachen sind arschteuer. Die gelten hier irgendwie als Luxusartikel, wers nicht glaubt hier mal ein kleines Foto ausm Supermarkt:
1 N$ sind ziemlich genau 0,1 € also kostet die Tüte Goldbären 2,20€ - achtet bitte auf die größe der Bären, daran sieht man, dass die Tüte ziemlich klein ist xD
180 gramm Nutella für 2,30€ - Tja was soll ich sagen so kleine Gläser hab ich Deutschland noch nie gesehen!
Und Spekulatius - Ich hab schon überlegt sie zu kaufen, weil ich auf Spekulatius stehe ... aber für 3,5€? nee.
Leider musste ich auch meinen Kaffeekonsum drastisch senken, weil hier nen Pfund Kaffee mal eben 5€ kostet und dabei wird der garnicht so weit von hier angebaut naja Schade machste nix.
Soweit die Nachrichten aus Namibia wir hören voneinander!
Zitat des Tages:
"Jaa ich weiß aber was soll man machen wenn man unterm Pantoffel steht."
-Kevin über Tanjas Schreckensherrschaft-
Montag, 5. März 2012
Ultimate Frisbee Namibia III
So leute solangsam wirds ernst,
nachdem die Kommunikation mit dem SRC (so heißt der Asta hier in Namibia) auch endlich geklappt hat und sie uns ein Feld zugesagt haben wenn wir mindestens 10 interessierte Studenten zusammen bekommen, haben wir heute ziemliche Awesomeplakate aufgehängt.
Hier erstmal der kreativen Erguss von Kevin:
Sieht ja erstmal ziemlich cool aus, also ab zum Copyshop und in Farbe drucken lassen ... auch geht nicht? Was ist das überhaupt für ein Land?^^
Naja wie auch immer dann halt in Schwarzweiß und überall in der Uni aufhängen und jetzt brauch ich euch!
Ich weiß Aberglaube bringt Unglück, aber drückt mal kräftig die Daumen auf dass wir Ultimate Frisbee in Namibia verbreiten!
der Jens
nachdem die Kommunikation mit dem SRC (so heißt der Asta hier in Namibia) auch endlich geklappt hat und sie uns ein Feld zugesagt haben wenn wir mindestens 10 interessierte Studenten zusammen bekommen, haben wir heute ziemliche Awesomeplakate aufgehängt.
Hier erstmal der kreativen Erguss von Kevin:
Sieht ja erstmal ziemlich cool aus, also ab zum Copyshop und in Farbe drucken lassen ... auch geht nicht? Was ist das überhaupt für ein Land?^^
Naja wie auch immer dann halt in Schwarzweiß und überall in der Uni aufhängen und jetzt brauch ich euch!
Ich weiß Aberglaube bringt Unglück, aber drückt mal kräftig die Daumen auf dass wir Ultimate Frisbee in Namibia verbreiten!
der Jens
Montag, 27. Februar 2012
Die Namib Wüste oder: Wat trifft man eigentlich für Leute^^
Moin allerseits,
viel erlebt ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!
Kevin und Tanja und ich sind ja eigentlich ein Team. Team. Team. Team. Team. Es gibt kein schöneres Wort xD Aber leider mussten 2/3 des Teams diesen Samstag noch eine Klausur schreiben also warum sollte ich bitte rumsitzen? Also ich mich in einer Französisch/Deutsch/Schweizerischen Gruppe angeschlossen um in die Namibwüste zu fahren.
Allein das organisatorische war schon ein Chaos aber das ist hier einfach ganz normal habe ich das Gefühl. Das Ende vom Lied: Wir haben einen 4x4 und ich bin der Fahrer und wir werden damit durch Afrika ballern BÄM!
Ach verdammt - hier ist ja Linksverkehr! Ich hätte ja nicht erwartet, dass mich das SO fertig macht! Die erste halbe Stunde im Linksverkehr war echt die Hölle für mich und ich bin auch nur 2 mal beim Abbiegen in den Gegenverkehr reingefahren xD
Aber back on the Road und ab nach Rehoboth auf die letzte geteerte Straße für eine langelange Zeit.
Rehobot ist ne ziemlich lustige Stadt da wohnen zum Großteil Menschen eines Stammes der da heißt Baster und diese Baster sehen aus wie Lateinamerikaner. Verrückt!
Naja in Rehobot haben wir dann ziemlich schnell unser erstes Ziel gefunden einen Stausee an dem wir gecampt haben. Ein Zelt aufbauen, das Dachzelt ausklappen Grill anheizen und erst mal ordentlich gebraait (Namibisches Wort für grillen).
Am nächsten morgen in der Frühe aufstehen, alles einpacken und on the Road again. Und auf einmal stehen da ein paar Giraffen neben der Straße. Verrückt!
Wichtig zu erwähnen ist noch, ich habe vor Kevin Zebras gesehen die standen auch einfach neben der Straße xD
Von Rehoboth aus ging dann eine Schotterpiste in Richtung Pass. Vereinfacht kann man sich vorstellen Windhoek liegt im Nord-Osten von Nord-Westen nach Süd-Osten geht ein Gebirgszug und im Süd-Westen ist die Namibwüste.
Wir hatten jetzt 3 Pässe zur Auswahl die wir fahren konnten und welchen haben wir natürlich genommen? Der bei dem uns gesagt wurde, der wäre mit einem PKW nicht zu schaffen .. aber wir hatten ja einen 4x4 xD
Aber erst mal Stundenlang über irgendwelche Schotterpisten fahren und der Umgebung zugucken wie sich langsam aber sicher verändert und was soll ich euch sagen, da passiert Stundenlang einfach nix! Dieses Land ist so gigantisch und links und rechts ist einfach gar nichts!
Doch dann plötzlich ... 3 ab geklebte Mercedes ohne Nummernschilder und irgendwie halbfertig und hinterher ein Mercedes 4x4. Ziemlich abgebrühter Kommentar von hinten "Joa das ist ganz normal die machen hier Testfahrten" - Verrückt xD
Dann war sie da die Passstraße und es ging hoch und wieder runter und hoch und wieder runter und durch Flüsse die Quer über die Straße gingen und auf einmal waren wir da. In einer KOMPLETT anderen Landschaft! Das saftige Hochland grün war gegen Ende hin schon ein wenig ausgedorrt aber jetzt waren wir so richtig in der Prärie!
In Namibia sollte man ja am besten jede Tankstelle mitnehmen die man kriegen kann. Warum? Der nächste Ort hieß Solitäre und das war er auch wirklich! (wer kann's übersetzen? xD) Eigentlich besteht der Ort nur aus einer kleinen Bäckerei (mitten im Outback verrückt!), einer Tankstelle, einem Shop und einer Übernachtungsgelegenheit. Wir fahren da vor und da haut der Tankwart rein "We are out of Gas". OMG naja zum Glück gibt's ja 100 Kilometer weiter die nächste Tankstelle aber hätten wir drauf spekuliert hätten wir jetzt ein Problem.
Also on the Road again und ab nach Sesriem an der Grenze der Namibwüste und das erste Zelt unter einem Baum aufbauen sozusagen mitten im nichts xD
Der nächste Punkt auf unserer Reise war dann ein Canyon in der Nähe, ganz cool aber nichts unfassbar spektakuläres. Und dann haben wir uns auf den Weg in die Wüste gemacht und es erst mal total übertrieben!
Wir wollten den Sonnenuntergang auf einer die Dünen sehen (man gönnt sich ja sonst nix xD) und haben uns dafür mal die Größe ausgesucht mussten aber nach 1 1/2 Stunden mühsamen Aufstiegs feststellen, dass wir es nicht hoch schaffen werden und haben es dann bei einer kleinen Anhöhe belassen. Leute der Ausblick war der HAMMER! Lustiger weise haben wir dann auch noch rausgefunden, die Düne hieß Dune 1.
Nach dem Sonnenuntergang dann wieder fix runter zum Auto und zurück ins Camp. Und durch die Dunkelheit zu fahren ist echt spooky. Und ja wir sind tatsächlich durch die Dunkelheit gefahren und links und rechts waren Wildtiere und nein wir sind nicht total bescheuert.
Zurück ins Camp und natürlich das übliche Prozerede BRAAI! Und dabei den Sternenhimmel beobachten der unglaublich klar und stark war in der Nacht aber leider ist meine Kamera nicht dazu in der Lage so was einzufangen.
Nach wenigen Stunden Schlaf, dann um 5:15 Aufstehen und ab zur Dune 45. Diese wurde uns extra empfohlen wenn wir uns den Sonnenaufgang angucken wollen und was soll ich sagen, jetzt wird's verrückt! Und zwar so richtig verrückt!
Wir fahren da in der Dunkelheit durch die Pampa auf dem Weg zu der Düne, natürlich schön vorsichtig weil jederzeit ein Viech auf die Straße hüpfen könnte und auf einmal ballert eom PKW an mir vorbei und ich denk mir noch "was für ein Trottel!".
An der Düne angekommen fangen wir (schon wieder) an ne Düne hochzukraxeln und auf einmal stehen da ein paar bekannte Gesichter. In dem PKW saßen Vivalda, Maylin + Freund und der Captain aus unserem Hostel ... der Idiot fährt echt wie ein hier nicht näher beschriebener allseits bekannter ex Golf GTI Fahrer xD
Naja die 4 kurz begrüßt, höre ich auf einmal ne Stimme von der Seite "Jens? Ha ich wusste doch dass ich die Stimme kenne!" - Ich denk mir WTF wer sitzt denn da? Meine Sitznachbarin vom Hinflug.
Verrückt!
Naja wir sitzen da alle schön auf der Düne und gucken den Sonnenaufgang alles tutti und dann kam der Zeitpunkt an dem es daran war ne Scheibe die Düne runterzuwerfen. Ich will mich jetzt nicht so sehr selbst loben aber ein schönen Inside der dann an der Seite der Düne entlang geflogen ist. :)
Ich verabschiede mich von den anderen und mach mich auf die Suche nach der Scheibe, laufe an einer Gruppe Leute vorbei und die sprechen mich an:
"Wo spielst du?"
"Hä?"
"Du spielst doch Ultimate oder?"
"Ja in Duisburg und ihr?"
"Wir sind Hallunken, schöner Wurf übrigens!"
(An dieser Stelle schöne Grüße an Anne aus Halle xD)
.....
Zu sagen, dass diese Welt verrückt ist reicht eigentlich nichtmehr xD
So was jetzt? Ab zurück ins Auto und weiter nach Sussusvlei. Und ich muss wirklich sagen, der Ort ist total überschätzt! Da ist einfach nix, der liegt hat direkt in der Wüste inmitten von den Sanddünen aber da gibt's nix zu gucken, wir sind nicht mal aus dem Auto ausgestiegen. Kurz vorher war aber Deadvlei, ein kleiner Kessel in dem konservierte, ein paar hundert Jahre alte Bäume stehen.
Inzwischen war es auch schon wieder halb 1 und wir mussten uns auf den Rückweg nach Windhoek machen, also wieder die ganze Strecke zurück an den Sanddünen entlang, durchs Camp, an Solitare vorbei und wieder standen wir vor der Frage, welchen der drei Pässe nehmen wir? Den bösen südlichen hatten wir, jetzt gab's noch den LKW-tauglichen mittleren oder den böse nördliche. Keine Frage welchen wir genommen. Bis wir da ankamen dauerte es aber einige Zeit erst mal einige Stunden auf Schotterpisten durch die Pampa, vorbei an Rostock, durch einen Canyon bis hin zum Pass vorbei an Sträußen die einfach auf die Straße rannten und Springböcke die genauso doof waren und Oryxe die na was wohl machten? auf der Straße standen.
Und jetzt musste wir aus der Tiefebene mal eben hoch ins Khomashochland. Was war ich froh, dass wir einen Jeep hatten weil mit nem PKW wäre die Strecke echt hart gewesen! Aber mit einem 4x4 macht man die 1000 Höhenmeter ganz locker xD
Dann wieder ganz plötzlich dieser irre Bruch und wir hatten eine komplett neue Umgebung! Da war es wieder das Khomashochland mit seinen Saftig grünen Wiesen und den Büschen und einer Affenkolonie die neben der Straße stand. Verrückte Viecher xD
Und dann kam sie endlich! an der Grenze zu Windhoek! Eine geteerte Straße! Oh man was eine Erleichterung! Endlich mal schneller fahren als 80!
Endlich wieder in Windhoek.
Was ein geiler Trip!
der Jens
fixed
viel erlebt ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!
Kevin und Tanja und ich sind ja eigentlich ein Team. Team. Team. Team. Team. Es gibt kein schöneres Wort xD Aber leider mussten 2/3 des Teams diesen Samstag noch eine Klausur schreiben also warum sollte ich bitte rumsitzen? Also ich mich in einer Französisch/Deutsch/Schweizerischen Gruppe angeschlossen um in die Namibwüste zu fahren.
Allein das organisatorische war schon ein Chaos aber das ist hier einfach ganz normal habe ich das Gefühl. Das Ende vom Lied: Wir haben einen 4x4 und ich bin der Fahrer und wir werden damit durch Afrika ballern BÄM!
Ach verdammt - hier ist ja Linksverkehr! Ich hätte ja nicht erwartet, dass mich das SO fertig macht! Die erste halbe Stunde im Linksverkehr war echt die Hölle für mich und ich bin auch nur 2 mal beim Abbiegen in den Gegenverkehr reingefahren xD
Aber back on the Road und ab nach Rehoboth auf die letzte geteerte Straße für eine langelange Zeit.
Rehobot ist ne ziemlich lustige Stadt da wohnen zum Großteil Menschen eines Stammes der da heißt Baster und diese Baster sehen aus wie Lateinamerikaner. Verrückt!
Naja in Rehobot haben wir dann ziemlich schnell unser erstes Ziel gefunden einen Stausee an dem wir gecampt haben. Ein Zelt aufbauen, das Dachzelt ausklappen Grill anheizen und erst mal ordentlich gebraait (Namibisches Wort für grillen).
Am nächsten morgen in der Frühe aufstehen, alles einpacken und on the Road again. Und auf einmal stehen da ein paar Giraffen neben der Straße. Verrückt!
Wichtig zu erwähnen ist noch, ich habe vor Kevin Zebras gesehen die standen auch einfach neben der Straße xD
Von Rehoboth aus ging dann eine Schotterpiste in Richtung Pass. Vereinfacht kann man sich vorstellen Windhoek liegt im Nord-Osten von Nord-Westen nach Süd-Osten geht ein Gebirgszug und im Süd-Westen ist die Namibwüste.
Wir hatten jetzt 3 Pässe zur Auswahl die wir fahren konnten und welchen haben wir natürlich genommen? Der bei dem uns gesagt wurde, der wäre mit einem PKW nicht zu schaffen .. aber wir hatten ja einen 4x4 xD
Aber erst mal Stundenlang über irgendwelche Schotterpisten fahren und der Umgebung zugucken wie sich langsam aber sicher verändert und was soll ich euch sagen, da passiert Stundenlang einfach nix! Dieses Land ist so gigantisch und links und rechts ist einfach gar nichts!
Doch dann plötzlich ... 3 ab geklebte Mercedes ohne Nummernschilder und irgendwie halbfertig und hinterher ein Mercedes 4x4. Ziemlich abgebrühter Kommentar von hinten "Joa das ist ganz normal die machen hier Testfahrten" - Verrückt xD
Dann war sie da die Passstraße und es ging hoch und wieder runter und hoch und wieder runter und durch Flüsse die Quer über die Straße gingen und auf einmal waren wir da. In einer KOMPLETT anderen Landschaft! Das saftige Hochland grün war gegen Ende hin schon ein wenig ausgedorrt aber jetzt waren wir so richtig in der Prärie!
Also on the Road again und ab nach Sesriem an der Grenze der Namibwüste und das erste Zelt unter einem Baum aufbauen sozusagen mitten im nichts xD
Der nächste Punkt auf unserer Reise war dann ein Canyon in der Nähe, ganz cool aber nichts unfassbar spektakuläres. Und dann haben wir uns auf den Weg in die Wüste gemacht und es erst mal total übertrieben!
Wir wollten den Sonnenuntergang auf einer die Dünen sehen (man gönnt sich ja sonst nix xD) und haben uns dafür mal die Größe ausgesucht mussten aber nach 1 1/2 Stunden mühsamen Aufstiegs feststellen, dass wir es nicht hoch schaffen werden und haben es dann bei einer kleinen Anhöhe belassen. Leute der Ausblick war der HAMMER! Lustiger weise haben wir dann auch noch rausgefunden, die Düne hieß Dune 1.
Nach dem Sonnenuntergang dann wieder fix runter zum Auto und zurück ins Camp. Und durch die Dunkelheit zu fahren ist echt spooky. Und ja wir sind tatsächlich durch die Dunkelheit gefahren und links und rechts waren Wildtiere und nein wir sind nicht total bescheuert.
Zurück ins Camp und natürlich das übliche Prozerede BRAAI! Und dabei den Sternenhimmel beobachten der unglaublich klar und stark war in der Nacht aber leider ist meine Kamera nicht dazu in der Lage so was einzufangen.
Nach wenigen Stunden Schlaf, dann um 5:15 Aufstehen und ab zur Dune 45. Diese wurde uns extra empfohlen wenn wir uns den Sonnenaufgang angucken wollen und was soll ich sagen, jetzt wird's verrückt! Und zwar so richtig verrückt!
Wir fahren da in der Dunkelheit durch die Pampa auf dem Weg zu der Düne, natürlich schön vorsichtig weil jederzeit ein Viech auf die Straße hüpfen könnte und auf einmal ballert eom PKW an mir vorbei und ich denk mir noch "was für ein Trottel!".
An der Düne angekommen fangen wir (schon wieder) an ne Düne hochzukraxeln und auf einmal stehen da ein paar bekannte Gesichter. In dem PKW saßen Vivalda, Maylin + Freund und der Captain aus unserem Hostel ... der Idiot fährt echt wie ein hier nicht näher beschriebener allseits bekannter ex Golf GTI Fahrer xD
Naja die 4 kurz begrüßt, höre ich auf einmal ne Stimme von der Seite "Jens? Ha ich wusste doch dass ich die Stimme kenne!" - Ich denk mir WTF wer sitzt denn da? Meine Sitznachbarin vom Hinflug.
Verrückt!
Naja wir sitzen da alle schön auf der Düne und gucken den Sonnenaufgang alles tutti und dann kam der Zeitpunkt an dem es daran war ne Scheibe die Düne runterzuwerfen. Ich will mich jetzt nicht so sehr selbst loben aber ein schönen Inside der dann an der Seite der Düne entlang geflogen ist. :)
Ich verabschiede mich von den anderen und mach mich auf die Suche nach der Scheibe, laufe an einer Gruppe Leute vorbei und die sprechen mich an:
"Wo spielst du?"
"Hä?"
"Du spielst doch Ultimate oder?"
"Ja in Duisburg und ihr?"
"Wir sind Hallunken, schöner Wurf übrigens!"
(An dieser Stelle schöne Grüße an Anne aus Halle xD)
.....
Zu sagen, dass diese Welt verrückt ist reicht eigentlich nichtmehr xD
So was jetzt? Ab zurück ins Auto und weiter nach Sussusvlei. Und ich muss wirklich sagen, der Ort ist total überschätzt! Da ist einfach nix, der liegt hat direkt in der Wüste inmitten von den Sanddünen aber da gibt's nix zu gucken, wir sind nicht mal aus dem Auto ausgestiegen. Kurz vorher war aber Deadvlei, ein kleiner Kessel in dem konservierte, ein paar hundert Jahre alte Bäume stehen.
Inzwischen war es auch schon wieder halb 1 und wir mussten uns auf den Rückweg nach Windhoek machen, also wieder die ganze Strecke zurück an den Sanddünen entlang, durchs Camp, an Solitare vorbei und wieder standen wir vor der Frage, welchen der drei Pässe nehmen wir? Den bösen südlichen hatten wir, jetzt gab's noch den LKW-tauglichen mittleren oder den böse nördliche. Keine Frage welchen wir genommen. Bis wir da ankamen dauerte es aber einige Zeit erst mal einige Stunden auf Schotterpisten durch die Pampa, vorbei an Rostock, durch einen Canyon bis hin zum Pass vorbei an Sträußen die einfach auf die Straße rannten und Springböcke die genauso doof waren und Oryxe die na was wohl machten? auf der Straße standen.
Und jetzt musste wir aus der Tiefebene mal eben hoch ins Khomashochland. Was war ich froh, dass wir einen Jeep hatten weil mit nem PKW wäre die Strecke echt hart gewesen! Aber mit einem 4x4 macht man die 1000 Höhenmeter ganz locker xD
Dann wieder ganz plötzlich dieser irre Bruch und wir hatten eine komplett neue Umgebung! Da war es wieder das Khomashochland mit seinen Saftig grünen Wiesen und den Büschen und einer Affenkolonie die neben der Straße stand. Verrückte Viecher xD
Und dann kam sie endlich! an der Grenze zu Windhoek! Eine geteerte Straße! Oh man was eine Erleichterung! Endlich mal schneller fahren als 80!
Endlich wieder in Windhoek.
Was ein geiler Trip!
der Jens
fixed
Donnerstag, 23. Februar 2012
Windhoek-Kreuzberg
Naja eigentlich ist es Windhoek-Katutura aber ich finde den Namen passend.
Meine lieben Vegetarier und Veganer: Dieser Blog ist nur für euch!
Warum? Ich war auf dem Fleischmarkt in Katutura.
Aber ich fang mal besser von vorne an.
Katutura wurde als Township gegründet also eine Wohnsiedlung für Schwarze. Inzwischen hat sich Katutura allerdings zum lebendigsten Stadtteil Windhoeks gewandelt _wenn man weiß wo man hinmuss_ Ich sage das so weil Katutura auch sehr gefährlich sein kann als Weißer.
Naja halt wie Kreuzberg oder Duisburg Hochfeld ... meine Welt!
In Katutura wohnen nach wie vor zum Großteil Schwarze in billigen Einheitshütten irgendwo knapp über der Armutsgrenze aber auch junge Leute wie der Barkeeper Harold den ich über irgendwelche wirren Umwege kennengelernt habe aber eins nach dem anderen.
Ich komme mit einer anderen Freundin in Katutura an, Harold nimmt uns in Empfang und führt uns erst mal zu seinem Haus in dem er in einer WG mit einem Studenten und einem anderen Typen wohnt der da irgendwie rumchillt und wenn die drei nix zu tun haben sitzen die in der Bar um die Ecke.
Sagt mal: Jan, Max und Sascha kommt euch das irgendwie bekannt vor? kleiner Tipp die Wohnung von Harold und den 2 anderen ist auch ziemlich Chaotisch xD
Naja gut dann erst mal in die Bar um die Ecke weil man immer erst ein Bier trinkt bevor man zum Fleischmarkt geht. Warum auch nicht, wir haben ja erst halb 12 xD
Tjoa coole Bar würde ich sagen xD
Naja gut kein Problem, wir trinken 2 Bierchen und machen uns dann auf zum Fleischmarkt und so hab ich mir Afrika wirklich vorgestellt!
Auf dem Weg noch ein kleines Panoramafoto von Katutura machen (weil ich auf Panoramafotos stehe^^)
Naja und dann auf zum Fleischmarkt und der ist ziemlich cool! Also da ist halt diese lange Hütte und da sind überall Grills und man geht zu den Leuten hin und die grillen dir dann frisch diese Fleischstücke und im Hintergrund wird geschlachtet. Hygiene? Was ist das xD
Aber mal im Ernst, ich hatte abends doch ein wenig Angst, dass ich mir was eingefangen habe durch die Umstände und die vielen Fliegen.
Aber ich muss sagen das Fleisch war so richtig lecker! und frisch! Und man steht dann halt an diesem Grill und nimmt sich dann mit den Fingern die Fleischstücke runter und tunkt die dann in die Gewürze und dabei isst man so Teigkrapfen die ein wenig süß sind aber nicht allzu sehr und irgendwie wird man für 2€ satt.
Naja dann nach dem vielen Fleisch und den Teigkrapfen wieder zurück in die "Bar" und noch ein Bierchen und was macht Harold? Zaubert ne Flasche Whiskey aus der Tasche. Naja ich bin Student was soll ich machen also konnte ich wohl kaum Nein sagen oder? Also erst mal die halbe Flasche Whiskey killen und glücklich sein. Das sollte mir später noch zum Verhängnis werden weil ich ziemlich besoffen zurück ins Hostel kam und ziemlich verkatert Nachmittags zur Uni ging.
OMG was für ein kaputter Tag aber das Fleisch war unfassbar lecker und frisch und billig und wer bekommt schon 1 Kilo Bio-Rindfleisch für 4€? Geil.
Und für all die Veggies da draußen hier nochmal ein paar Eindrücke von einem Afrika wie ich es mir vorgestellt habe xD
der Jens
fixed
Montag, 20. Februar 2012
Ich mach mich Nass! oder: wie man seine Freunde neidisch macht.
Oh man es tut mir fast schon Leid, dass ich euch das jetzt hier schicke aber wir haben grade einen 10 Tage Trip gebucht und ich dachte mir ich poste euch das mal um euch ein wenig neidisch zu machen xD
Und hier noch die Beschreibung vom Veranstalter
Tja was soll ich sagen, ich muss mal fix meine Buxe wechseln ich glaube ich hab mich eingenässt xD
der Jens
Und hier noch die Beschreibung vom Veranstalter
Day
1
Today
we leave early. Our journey takes us through Namibia all the way
mostly on long and straight roads. When we pass through the
veterinary fence line south of Etosha we will meet Africa as one
images it:
Cattle and small villages along side the road will be the typical
sight now. If we have time we will explore the northern Namibian town
of Rundu with the local market before we get to our Lodge at the
Okavango River.
Day
2
After
breakfast
we continue our trip through the Caprivi Strip.
We
stop at the Popa Falls before we get to our sophisticated
Campsite at the shore of the Okavango River. Possibility of going on
sundowners cruise, not included or see the Popa Falls not included in
the price or do a game drive in the Mahango game park close to the
border of Botswana, not incl in the price.
Day
3
Today
we continue
our journey trough the Caprivi Strip and might see some wild
Elephants crossing our road. In
Katima Mulillo the last big town in Namibia we stop for filling up
and than enter Botswana where we will drive through the Chobe
National Park before setting up our camp on the edge of the Chobe
river.
Day 4
Possibility
to go on a game drive early in the morning, not incl.
Or
you can sleep in and discover Kasane the town at the edge of the
Chobe National park.
In
the afternoon we will go on a boat cruise on the Chobe River included
in the price where
we can see lots of Elephants, Buffaloes, all kind of antelopes and
maybe some crocodiles and Hippos.
Day
5
We
drive to the Border of Zimbabwe. After the immigration we head
towards Victoria Falls. A nice little town very close to the mighty
falls.
Possibility
of different activities like: White water rafting, Elephant riding,
walking with Lions, Helicopter flight over the falls, doing a sunset
cruise on the mighty Zambezi,
jump from the Zambezi bridge with a bungee rope, or paddling in a
Canoe.
Day
6
Day
at Victoria falls
Possibility
of more activities and visit to the falls
Entrance fee not incl in the price.
Day
7
Today
is a long drive ca 600km. We will be at Maun, the “capital” of
the Okavango Delta at night. And set up our tents close to a river
Day
8
Mokoro
(dugout
canoe) trip into the Okavango Delta with a walking safari, incl in
the price
After
breakfast we will
take the motor boat into the Moremi National park. We
are in the territory of the River People., deep in the Delta.
Mokoros
will be our main form of transport for this day. These amazing
traditional craft are perfectly designed for the narrow waterways of
the Okavango and allow us to travel further into the Delta than if we
were using more modern forms of transport.
Mokoros
carry three people, two seated passengers and one driver. The driver
stands in the rear of the canoe, (a real feat of balance), and uses a
long wooden pole to propel and steer the Mokoro through the twisting
channels. It really is the only way to travel.
The
Okavango is a wildlife paradise and we will look for game from both
our Mokoros and on bush walks guided by local specialist guides, our
polers.
Day
9
The
road takes us to the small town of Ghanzi
located almost in the middle of the Kalahari Desert and was almost
unknown before the Trans Kalahari Highway.
10km
out of Ghanzi we find our campsite.
Possibility of going swimming in a lake close to the campsite
In
the evening we
can see the traditional Bushmen dance around the fire.
Day
10
In
the morning we go on a walk with the Bushmen where they will show us
their traditional way of surviving in the veldt. What fruits they
find and use for alimentation and healing as well how they hunt.
After
the walk we will pack up and drive back to Namibia. After completing
the immigration formalities we enter Namibia again pass through
Gobabis, one of the main livestock farming centres of Namibia, and
head back to Windhoek. Where we should arrive in the afternoon
Tja was soll ich sagen, ich muss mal fix meine Buxe wechseln ich glaube ich hab mich eingenässt xD
der Jens
Sonntag, 19. Februar 2012
Katatura Evelyn Street
Ok, kaum den Kater vom vorherigen Tag überwunden ging es am nächsten Abend nach einer extrem coolen Safari (Siehe Blog von Jens) nach Katatura zur berüchtigten Evelyn Street.
Madlene kennt einen Harold, der kennt einen Issac, einen ehemaliger Sprinter aus Zimbabwe der nun gerade mit der Uni fertig ist. Nach einem kurzen Besuch in einem eher teuren Restaurant (mit wieder sehr günstigen Cocktails) sind wir mit 10 Mann in einem großen weißen für 6 Personen ausgelegten Chevrolet losgefahren. Ok ok ok ok ok ok ..... Katatura ist so unfassbar anders! Wir waren die einzigen Weißen, die Umgebung dort ist sehr rau, die Leute zT sehr betrunken. Vor den Bars gibt es Tische und Stühle und an der Ecke wurde frisches Fleisch gebraten. Trotz der augenscheinlich ärmlichen Umgebung standen so manche sehr teure Autos an den Straßen. Audi‘s, BMW‘s oder Mercedese. Einige von unseren Mädchen hatten plötzlich Angst und wollten nicht aussteigen, Jens, Tanja und ich hatten aber einfach mal Bock sich mit dieser Situation auseinander zu setzten. Vorbei an den teuren Autos und den vielen Menschen sind wir erstmal direkt Bier holen gegangen. 13ND für 0,750 L Bier ist ok :)
Madlene kennt einen Harold, der kennt einen Issac, einen ehemaliger Sprinter aus Zimbabwe der nun gerade mit der Uni fertig ist. Nach einem kurzen Besuch in einem eher teuren Restaurant (mit wieder sehr günstigen Cocktails) sind wir mit 10 Mann in einem großen weißen für 6 Personen ausgelegten Chevrolet losgefahren. Ok ok ok ok ok ok ..... Katatura ist so unfassbar anders! Wir waren die einzigen Weißen, die Umgebung dort ist sehr rau, die Leute zT sehr betrunken. Vor den Bars gibt es Tische und Stühle und an der Ecke wurde frisches Fleisch gebraten. Trotz der augenscheinlich ärmlichen Umgebung standen so manche sehr teure Autos an den Straßen. Audi‘s, BMW‘s oder Mercedese. Einige von unseren Mädchen hatten plötzlich Angst und wollten nicht aussteigen, Jens, Tanja und ich hatten aber einfach mal Bock sich mit dieser Situation auseinander zu setzten. Vorbei an den teuren Autos und den vielen Menschen sind wir erstmal direkt Bier holen gegangen. 13ND für 0,750 L Bier ist ok :)
Kaum mit dem Bier in der Hand sprach mich auch schon der erste Typ an. Er begrüßte mich mit einem eher fremden Handschlag und fragte mich so einige Sachen: Wie ich heiße, wo ich herkomme, wie es mir geht. Ich war erst etwas skeptisch. Aber es stellt sich bald heraus, dass die Leute dort alle so sind. Da war Michael, der in den 80igern in Frankfurt wohnte und noch etwas Deutsch kann. In einer Mischung aus Deutsch, Englisch und ein bisschen Spanisch („Dieser Ort ist... ehmm... aqui ... dangerous“) haben wir uns echt super unterhalten. Wir lernten seinen Bruder, dann noch einen total betrunkenen „Software Engineer“, einen Typ im Rohlstuhl und viele weitere Menschen kennen, die alle das gleiche sagten: Willkommen, habt viel Spaß, ihr seit hier gerne gesehen. Stark.
Zu unserer Freunde, war unser Wachmann Marcus (22) auch dort. Ein guter Zeitpunkt um sich anzufreunden. Er erzählte, dass er in der Gegend wohnt, in einer von diesen Wellblechhütten. Das Wichtigste in diesem Moment war es, kein Bedauern auszudrücken. Sonst würde er sich schnell minderwertig fühlen. Ein Verhalten, das ich sehr schnell in Windhoek kennen gelernt habe.
Tanja hat in der Zwischenzeit auch eine neue Freundin gefunden. Sie heißt Jezzy. Und siehe da, die kleine Tanja kann doch Englisch sprechen! Mit uns macht sie das nie! Jens, ich und die anderen Verrückten tranken noch fleißig weiter und redeten viel mit den Leuten. Das war wirklich cool und eine so unfassbar uneuropäische Atmosphäre :)
Ok ... es gab auch eine andere Seite. Nachdem ich wieder mit Bier dran war und mich auf dem Weg zur Bar machte, sprach mich ein Typ in einem gelben T-Shirt an: „Hey, I have a question“. Ok... er kam auf mich zu und umarmte mich mit beiden Armen. „Yeah, how can I help you?“, erwiderte ich etwas irritiert. „You‘re sweet. I would like to fuck you“. Oha, dachte ich mir, was geht denn jetzt? Ich riss mich von ihm los und stammelte sichtlich geschockt irgendwas von wegen: „No, I‘m not interested“. Ich wollte ja höfflich bleiben und keine Schlägerei anzetteln. Er blickt sofort auf dem Boden und lief schnell weg. Äußerst verwirrt machte ich mich auf dem Weg zurück zu den Anderen. Die sahen mich und fragten sofort was passiert sei. Naja... im Nachhinein ist es mir doch eher egal, ist ja nix passiert. Dennoch schaute ich mich bei jedem Toilettengang doppelt und dreifach um. Aja, es gab keine echte Toilette für Männer, sondern eher so eine Art... Anbau mit kaputten Porzellan. Aber das passte auch in diese Gegend.
Ich werde sich irgendwann wieder zur Evelyn Street fahren :)
Liebe Grüße
Kevin
Liebe Grüße
Kevin
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