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Mittwoch, 11. Juli 2012

Namibia Rundreise Kapitel 3: Sesriem und Sossusvlei

Unsere nächste Station führt uns in Richtung Namib Wüste. Die Fahrt von Walvis Bay nach Sesriem war bestückt mit einigen interessanten Erlebnissen. Da war zB ein Jogger, der uns Mitten in Nirgendwo  urplötzlich entgegen gekommen ist. Ein bisschen neidisch war ich dann schon. Oder eine Gruppe von Soldaten, die anscheinend in den Dünen trainiert haben. Oder ein Flugzeug, was recht dicht über die Straße zum Flughafen geflogen ist. Oder ein Arbeiter, der noch einen SEHR langen Weg vor sich haben musste.

Soldaten in der Wüste

Ein einsamer Arbeiter vor seinem sehr sehr langen Weg
Doch bevor wir die Wüste bewundern konnten, sind wir erst durch eine afrikanische Steppe gefahren, wie ich sie mir vorgestellt hatte. 

Willkommen in Afrika I

Willkommen in Afrika II
Dann ging es auch noch recht wild her. Wir mussten einen kleinen Canyon passieren, der sehr abenteuerliche Straßen für uns parat hielt. 

Verrückte Straße
Für Namibia üblich auch gerne mal mit Tieren auf der Straße. 

"Hund sitzt!"

Affen auf dem Weg in die Wüste

Bei unserem ersten Stop in Solitäre haben wir erst einmal die verrückten, alten Wagen bewundert und ein Stück empfehlenswerten Apfelkuchen gegessen. Ihr müsst euch dass so vorstellen, dass weit und breit rein gar nichts ist, wirklich nicht und plötzlich ist dort eine Tankstelle, ein Kiosk und ein Bäcker. TIA :)

Einer der vielen Autos in Solitaire

Der begnadete Bäcker inmitten von ... nichts :)

Gestärkt und mit einem neuen Feuerzeug für 1,50 Euro ausgestattet ging es weiter nach Sesriem. Glücklicherweise hatten wir noch genug Zeit und konnten somit noch in den Park hineinfahren, um auf eine Düne klettern zu können. Dies stellt sich als deutlich schwieriger heraus als angenommen. Man kann nicht so einfach eine Sanddüne hochlaufen. Ok, dass stimmt nicht so ganz... der ERSTE in der Gruppe hat arg zu kämpfen die Düne hochlaufen. Für den Rest entsteht ein Loch im Sand, das den Anderen hilft, wie auf einer Treppe hochzulaufen. Es war wirklich Muskelkraft gefragt, um halbwegs zügig nach oben kommen zu können. Schließlich wollten wir noch den Sonnenuntergang erleben. Abwechselnd führte einer die Gruppe an, um die Treppe im Sand bauen zu können. Da ich als Erster die Spitze erreicht hatte (glaubt mir, dass war eine Qual) durfte ich auch als Erster fotografiert werden. 

Der lange Marsch auf die Düne

Erster :)

Team Duisburg präsentiert sich ... davor ...
... und danach :)

Natürlich haben wir viel rumgealbert :P

Jens beim Sprung

Keine Ahnung, was das sollte :P
Am nächsten Tag wollten wir uns EIGENTLICH den Sonnenaufgang anschauen, doch leider machte ein dichter Nebel uns einen Strich durch die Rechnung. Man sah nicht einmal richtig die Straße. Jens führte uns heldenhaft mit schlechtem Licht durch diesen dichten Nebel. Wir wir schnell herausfinden durften, war es deutlich sicherer ohne Licht zu fahren, da man somit die Lichter der anderen Autos besser sehen und folgen konnte. 

Extrem nebelig - das war schon der bessere Zustand

An irgendeiner Düne, die wir fälschlicherweise für die "berühmte" Dune 45 hielten, stiegen wir aus um diese hochzulaufen. Man sah eigentlich nichts. 

Aufstieg auf die Düne im dichten Nebel. Man konnte etwa 10m weit schauen

Immer wieder versicherte Jens uns, dass wir gleich die Spitze erreichen. Gleich ist es soweit. Da geht es schon gerade. Schaut mal, wir sind gleich da. 
JA NIX DA. Wir sind ewig lang gelaufen und es war EXTREM anstrengend. Der Sand, der Nebel. Es war kalt und warm zugleich. Und wir wussten nicht einmal, ob wir irgendetwas sehen könnten. Wir sind einfach in den Nebel hineingelaufen. DOCH DA! Der Nebel lichtete sich. Nach gut 1 1/2 Stunden erreichten wir völlig erschöpft die Spitze. Wie sich herausstellte, war Kerstin deutlich schneller und besser als Vorläuferin unterwegs, als wir drei Jungs zusammen. Naja... peinlich :P

Oben angekommen erblickten wir dann das tollste, was ich in meinem Leben bisher gesehen habe. 

Oben angekommen erwartete uns ein herrlicher Ausblick über die Nebelfront in der Wüste

Beeindruckend :)

Der Nebel endete direkt an der Spitze der Dune. Somit konnten wir von oben auf den Nebel schauen. 



Wahnsinn. Wir blieben noch einige Zeit ehe es weiter ging nach Deadvlei und Sossusvlei. Deadvlei ist eine Ton-Pfanne. Manche der Bäume sind über 500 Jahre alt waren aber sehr hart in ihrer Stabilität.

Auf nach Deadvlei

Tanja und Kevin wagen sich zu den Bäumen 

Danach ging es weiter nach Sossusvlei. Auf 4x4 umgeschaltet, ging es dann über Sand zu dieser Oase und zu unserem unfassbaren Glück war dort auch noch Wasser! Ein Teich voller Wasser inmitten einer Wüste.

Durch tiefen Sand gefahren - dort bleiben regelmäßig Autos stecken


Im Hintergrund sieht man das Wasser in der Wüste
Eine Oase und eine Frisbee Scheibe :)

Natürlich mussten wir an diesem Ort unbedingt ein paar Scheiben werfen :)

Kevin in Aktion
Jens in Aktion
Tanja voll konzentriert!
Damit endete unser Tag auch soweit. Noch ein kurzer unspektakulärer Besuch eines kleinen Canyons. Viel spannender hingegen war das Internetcafe, was wir nutzten. Es ist komplett abhängig von der Sonne und funktioniert nur mit dieser. 

Internet mit Garage in der Wüste - Sonne ist ja genug da
So, aber dann fix zurück und Essen kochen. Wir mussten schließlich für das Fußballspiel (Deutschland gegen Griechenland) bereit sein!

Auf geht's Deutschland !


Sehr verrückte zwei Tage waren das! 

LG
Kevin

Freitag, 6. Juli 2012

Namibia Rundreise Kapitel 2: Skeleton Coast, Swakop und W'bay

Der Zweite Teil unserer kleinen Rundreise begann im Morgengrauen bei schönem Nebel irgendwo im Nordwesten Namibias. Niemandsland. Naja strengenommen Communityland aber das ist ne andere Geschichte.
Wir hatten mal wieder kein Glück mit den Wüstenelefanten die da eigentlich rumlaufen sollten aber wir waren ja auch auf dem Weg zur Skeletoncoast.

Jetzt haben wir ja schon mehrfach über die Namibwüste berichtet und die besteht nichtnur aus dem Sandigen Teil in der Mitte sondern auch aus einem großen Teil Geröllwüste und eben genau diesen Teil wollten wir heute erkunden.



Uns bot sich eine tierisch bizarre Landschaft aus Steinen und totaler Trockenheit mit zugang zum Meer. Dieser Teil der Küste heißt übrigens Skelettküste weil viele Seefahrer von den Strömungen hier an den Strand gedrückt wurden und dann leider verstarben weeeeeil da weit und breit nichts ist ausser Geröll und Sand.

Dann fix weiter zu Cape Cross, dem Punkt an dem erstmals ein Europär namibischen Boden betreten hat. Schönerweise genau dort wo die größte begehbare Robbenkolonie der Welt ist mit 250.000 Tieren. Leute, ich habe selten so eine Gestank erlebt! Wir wurden natürlich im Reiseführer vorgewarnt und ich dachte mir noch "Haha wie schlimm kann das schon stinken" aber es war bestialisch! Aber die Robben waren putzig und haben ziemliche Angst vor Menschen. Massenpanik leicht gemacht xD


Cape Cross war die letzte Station vor Swakop. Welcome back to Germany ^^
Diesmal sind wir aber nicht wieder im Hostel abgestiegen, wir haben ja Dachzelte also wofür mehr bezahlen? Erste anlaufstelle war ein Youthostel das früher die Kaserne der Eisenbahnbrigade der Kolonialtruppen war. Mir persönlich tut es ja im Herzen weh, wenn ich sehe wie alte schöne Gebäude so runterkommen aber willste da machen und für 2€ pro Person und Übernachtung auf dem Campingplatz (der eher ein Hinterhof ist) haben die auch nicht allzuviel Geld irgendwas zu reparieren.

Von Swakopmund selbst gibt es nicht viel zu erzählen, einmal die üblichen Anlaufpunkte abklappern und dann ab ins Bett unser eigentliches Ziel hieß am nächsten morgen Walfishbay.
Von Swakop nach W'bay führt eine echt verrückte Straße, rechts der Ozean, links die ersten Sanddünen.
Walfishbay selber ist eine kleine Hafenstadt mit dem einzigen Tiefseehafen Namibias. Von hieraus wird die komplette Fracht für Namibia und für teile von Botswana und Sambia umgeladen aber als wir erstmals durch W'bay fuhren hätten wir auch in Florida sein können oder?
Verrücktes Land^^

Morgen gehts rein, ab in die Sandwüste bombastische Fotos schiessen.


der Jens

Mittwoch, 4. Juli 2012

Namibia Rundreise Kapitel 1: Etosha, Fingerclip und Twyfelfontein

Nach dem Klausurenstress und der Arbeit für das Bachelorprojekt konnten wir es kaum erwarten endlich auf unsere Tour zu fahren, also Auto abholen vollpacken und losfahren!

Aber vorher erstmal schön Brunchen gehen, und wo? Natürlich im Hilton. In Deutschland wäre das garnicht zu bezahlen aber glücklicherweise sind wir ja in Namibia und da kostet das genausoviel wie in einem x-belibigen Laden in Deutschland!
War aber schon ein wenig dekadent ... wer geht bitte schon ins Hilton brunchen? Super^^
Auf den verdammten Toiletten lief klassische Musik und es gab Baumwollhandtücher zum Hände abtrocknen die man danach in eine Kiste geworfen hat und es standen kleingewächse rum!

Naja wie auch immer, Auto vollgepackt und auf gehts nach Tsuneb, eine sehr geile Campsite mitten im Bergbaugebiet die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es unfassbar stockduster nachts wird und die Luft sehr klar und dadurch der Sternenhimmel bombastisch ist. So einen geilen Sternenhimmel werden wir erst wieder in der Wüste erleben.
nur nen bisschen voll
scheiße eingestellte Lichter 4tw

Am nächsten morgen kalt duschen (boa die haben vergessen Feuer unterm Wasserkessel zu machen^^) und im Sonnenaufgang rein in den Etosha Nationalpark - Tiere gucken.
Man muss sich vorstellen, der Etosha Nationalpark ist halt, wie gesagt, ein Park allerdings etwas größer als Rheinlandpfalz es dürfen dort keine Menschen leben, man darf das Auto nicht verlassen aber was am wichtigsten ist - Die Tiere leben da in freier Wildbahn.


Kurz nach der Ankuft die üblichen verdächtigen: Kudus, Springböcke, Zebras. Aber wir sind ja zum zweiten mal da und kennen schon die coolsten Orte und siehe da: An einem Wasserloch mit so ziemlich allen Tieren die es gibt (Zebras, Oryx, Kudu, Giraffen, Warzenschweine, Springböcke...) liegen 2 Löwenmännchen in der Sonne.
Schon echt lustig zu sehen, wie alle Tiere bei jeder auch noch so kleinen Kopfbewegung von einem der Löwen das weite gesucht haben.

voll frech, und die Tiere trauen sich nicht ans Wasserloch^^


Leider wollte und wollte und wollte der Löwe sich nicht dazu aufraffen eins der Tierchen mal zu jagen, oh man ich hätte mich eingenässt vor freude ^^

Nach stundenlangem rumgegurke dann wieder raus aus der Etoshapfanne und ab auf den nächsten Campingplatz. Erstmal ein nickerchen halten xD

So nächster, erstmal schön ausschlafen (naja so mehr oder weniger) frühstück auf der Heckklappe und ab zum Fingerclip. Ich hab ihn schonmal beschrieben als den geilsten Ort Namibias aber diesmal haben wir noch einen draufgesetzt. Auf einem der Tafelberge ist ja eine Lodge also einfach mal nachfragen ob wir da raufdürfen und tadaaa ein bombastischer Ausblick!



Leeeeeider haben wir ein bisschen zuviel Zeit dann am Fingerclip vertrödelt, so dass wir im Dunkeln mitten durch Namibia fahren mussten und ich kann euch sagen mit falsch eingestellten Lichtern ist das nicht grade schön. Vor allem weil wir den Weg nur so ein bisschen kannten ^^


Für die erste Etappe unserer Reise schonmal nicht schlecht oder?

Morgen gehts weiter von der Skelletoncoast über Swakop and W'bay


der Jens